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DJ WERDEN: Was Braucht Man Um DJ Zu Werden

DJ Zu Werden
by Jess Miller

Früher waren DJs die Typen, die auf deiner House-Party oder im Club die Musik haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Einfach Tracks hintereinander spielen, die langsamen Nummern für den Schluß aufheben und am Ende seine Platten packen und nach Hause gehen. Was für ein Unterschied zu Heute!

Die Musik hat sich natürlich krass verändert und mit ihr auch die DJs. Wenn Du heute DJ werden willst, musst Du nicht nur über alle neuen und angesagten Künstler Bescheid wissen, sondern auch wie Du mit deren Songs die Leute auf die Tanzfläche bekommst – und sie dann auch dort hältst.

Heute ist es ohne Probleme möglich, als DJ Karriere zu machen und sogar richtig reich zu werden. Wenn Du das deinen Eltern früher erzählt hättest, die hätten dich wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber Zeiten ändern sich und mit ihnen auch der Musikgeschmack – und damit auch die DJs!

DJ WERDEN – INHALT

1. WAS IST EIGENTLICH EIN DJ
2. VORTEILE UND NACHTEILE
3. WIE ANFANGEN
4. BASICS: DJ LERNEN
5. WELCHES EQUIPMENT
6. WELCHES SETUP
7. WAS FÜR DJs GIBT ES
8. DEN ERSTEN DJ GIG BEKOMMEN
9. ALS DJ BEKANNTER WERDEN
10. FAZIT

Das beste am Auflegen ist es, die LEUTE GLÜCKLICH zu machen. Es gibt kein besseres Gefühl, als wenn Du siehst, wie Leute plötzlich mit einem breiten Grinsen auf die Tische springen und eskalieren, weil sie ihren Lieblingssong hören.

DJ Zu WerdenI’m a DJ. I get the party started. -Avicii

1. WAS IST EIGENTLICH EIN DJ

Dj Zu Werden Beschreibung
Das Wort DJ bedeutet „Disc Jockey“ oder auch Deejay. Das ist der, der auf Partys, Hochzeiten und Clubs die Mukke spielt, welche die Leute gerade feiern. Früher mit Vinyl, danach mit CDs und heute meistens mit DJ Laptop.

Ein guter DJ kann für jede Art von Publikum auf jeder möglichen Veranstaltung auflegen. Wenn du ihm vorher Bescheid gibst, um was es bei dem Event geht, kann er jede Party rocken. Normalerweise legt ein DJ immer LIVE auf. Bei großen Festivals werden die Mixe auch manchmal aufgenommen und dann verkauft.

Die meisten DJs nutzen zum Mixen zwei Quellen. Also beispielsweise zwei CD-Player, um von einem zum anderen Track einen Übergang zu machen. Um sich beide Songs getrennt voneinander anhören und angleichen (Beatmachen) zu können, benutzen die meisten DJ Kopfhörer.

2. VORTEILE UND NACHTEILE

DJ Zu Werden Vor- und Nachteile
Wie bei jedem Job gibt es Vor- und Nachteile, wenn Du DJ werden willst. Falls Du dir gerade überlegst, eine Karriere als DJ zu starten, solltest Du mal einen Blick drauf werfen. Die Wahrheit ist nämlich:

AUFLEGEN IST EIN VERDAMMT HARTER JOB!

Nicht nur vom Kopf her, sondern auch körperlich. Die meiste Zeit arbeitest Du Nachts und am frühen Morgen. Vorbereiten auf deine Gigs aber tust Du dich tagsüber. Wenn ein Problem auftritt, musst dir sofort etwas einfallen, wie Du es beheben kannst. Auch wenn Du hundemüde bist.

DIE VORTEILE

+ Die Musik: Sam Walker von Walker & Roy sagte mal, DJ zu werden bedeutet zu reisen und Leute von überall auf der Welt kennenzulernen, die alle eins gemeinsam haben. Die Liebe zur Musik. Ich denke das kann man mit Sicherheit sagen. Jeder DJ lebt und atmet Musik.

+ Die Party: Nicht nur, dass Du ständig feiern gehst. Du wirst auch noch bezahlt dafür. Wahrscheinlich gehst Du am Wochenende sowieso mit den deinen Jungs zum Party machen raus, nur als DJ kommst Du am morgen nicht mit leerem, sondern mit vollem Geldbeutel wieder nach Hause. Klar hängt deine DJ Gage von deinen Gigs, deiner Erfahrung und deinem Ruf ab, aber Du verdienst auf jeden Fall was und hast Spaß dabei. Was gibt es besseres?

+ Kostenlose Drinks: Bei den meisten Gigs zahlst Du nie etwas für deine Getränke. Das soll nicht heißen, dass Du dich bei jedem Gig komplett abschießt, trotzdem ist es cool, einfach ohne Geld an die Bar gehen zu können, nicht warten zu müssen und zu bestellen, was Du willst. Viele DJs trinken am Anfang ein, zwei Getränke, um in Stimmung zu kommen. So lange Du noch normal auflegen kannst und nicht jeden Übergang versaust, ist dagegen ja auch nichts einzuwenden.

+ Die Frauen: Alle lieben den DJ! Du musst den Frauen nicht mal mehr hinterherlaufen, da die sowieso so versuchen werden, deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie krass das ist, hängt natütlich auch von dir als Typ ab, aber die meisten DJs können dir darüber ein Haufen Geschichten erzählen.

+ Kein Dresscode: Nie mehr „Sorry, aber das passt einfach nicht hier!“ Du kannst anziehen, auf was Du Bock hast. Du kannst dir aber auch verrückte Klamotten anziehen, wenn die Party z.B. ein bestimmtes Motto hat. Oder Du ziehst eigene Shirts von dir an und machst Werbung für dich.

+ Du musst nicht tanzen: Viele Leute, die Musik lieben, hassen komischerweise Tanzen. Ich kenn zwar wenige DJs, die nicht hinterm Pult abgehen, aber wenn Du da kein Bock drauf hast, kannst Du auch den ganzen Abend stillstehen.

+ Mit deinen Freunden zusammen sein: Das müssen nicht deine engsten Freunde sein, aber wenn Du eine Weile in der selben Location gespielt hast, werden auch die anderen Gäste oder das Personal irgendwann zu deinem Freunden. Einfach schon aus dem Grund, weil ihr jede Woche zusammen feiert. Und Du bist Woche für Woche derjenige, der alle zum Tanzen bringt.

+ Du hast die Leute in der Hand: Das Publikum schaut zu dir auf und macht das, was Du ihnen vorgibst. Tech House DJ Derek Martin sagt „Der beste Moment einer Party ist, wenn Du merkst, Du hast die Leute. Sie hören dir zu und Du kannst sie mitnehmen, wohin Du willst. In so einem Moment, weißt Du warum Du DJ bist.“

+ Job auf Lebenszeit: Wenn Du willst, kannst Du solange Auflegen, wie Du willst. Es gibt keine Altersgrenze, aber der Du aufhören musst. Es wird immer ein Party, eine Hochzeit, einen Geburtstag geben, wo man einen guten DJ braucht. Der Job wird nicht so schnell aussterben.

DIE NACHTEILE

Bei High Society gibt einen Artikel, mit ein paar ziemlich krassen Beispielen, was einem als DJ alles zu schaffen machen kann. Ich habe noch ein paar Dinge hinzugefügt, die mir so im Laufe der Zeit passiert sind:

– Deine Gesundheit: Beim DJing gibt es mehrere Sachen, die sich negativ auf deine Gesundheit auswirken können. Du verbringst manchmal Stunden in dunklen, verrauchten Clubs, während Du auf deinen Laptop starrst, bis deine Augen rot und müde werden oder dein Rücken weh tut, weil das Setup viel zu niedrig für dich ist. Oder Du fährst ewig lange Strecken, um erst einmal zu dem Gig zu kommen und musst dann völlig platt am nächsten Morgen die selbe Strecke wieder zurückfahren.

– Musik sammeln ist teuer: Ständig auf dem neuesten Stand zu sein als DJ, kann ganz schön ins Geld gehen. Nicht nur das, Du musst auch ewig viel Zeit damit verbringen, deine Musiklibrary immer wieder aufzuräumen, um bei den ganzen neuen Tracks nicht im Chaos zu versinken.

– Komische Musikwünsche: Nachdem Du Stunden damit verbracht hast, dich auf den Gig vorzubereiten und Playlisten zu machen, kommt irgendwann doch irgendjemand am Abend daher und wünscht sich einen Titel, von dem Du noch nie gehört hast oder der genau gar nicht reinpasst.

– Preisdumping: Leider gibt es mittlerweile DJs wie Sand am Meer. Der Markt ist überflutet mit Leuten, die kaum auflegen können und jeden Gig für 50€ spielen würden. Dadurch wollen alle immer an deiner DJ Gage verhandeln. Und wenn Du den Laden nicht vollmachst, bist Du schneller weg, als Du schauen kannst und der nächste DJ nimmt deinen Platz ein.

– Dein Ego: Leider kann einem der Erfolg auch schnell zu Kopf steigen. Es gibt eine Menge DJs, die nicht gerade bescheiden mit ihrem Ruhm umgehen und damit nicht unbedingt die beliebtesten Zeitgenossen sind.

– Fliegen: Die meisten DJs hassen Flughäfen. Ständig irgendwo in der Schlange anstehen, verspätete oder abgesagte Flüge, kaum Platz. Abgesagte Gigs, weil Du wieder mal zu spät kommst, Ausfall der Gage…die Liste ist lang.

– Immer lächeln: Auch wenn Du als DJ Stunden damit verbracht hast, neue coole Musik zu finden, wollen die Leute trotzdem nur die alten, bekannten Tracks hören. Egal welche coolen Ideen Du dir ausgedacht hast, irgendeiner wird immer unzufrieden mit den Songs sein, die Du spielst. Das darfst du dir nicht zu Herzen nehmen, sondern musst trotzdem freundlich bleiben und weiterspielen. Nicht jeder hat nunmal den selben Musikgeschmack.

– Ständig um Aufmerksamkeit kämpfen: Du musst als DJ immer wachsam sein und die Leute beobachten. Viele Gäste haben mittlerweile die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens auf Koks, das unter ADHS leidet. Wo gerade noch alle auf der Tanzfläche eskaliert sind, herrscht auf einmal gähnende Leere. Sobald Du merkst, dass etwas nicht ankommt, musst Du sofort darauf reagieren, sonst hast Du die Leute verloren.

Seeing bored-looking fans staring at you while you DJ is about as horrible as it gets. -Boy George

3. WIE ANFANGEN

DJ Zu Werden - Wie Anfangen
Mit dem DJing anzufangen ist eigentlich nicht besonders schwierig. DJ zu werden und sich von den ganzen anderen DJs abzuheben, aber schon. Wenn Du lernen willst, wie man DJ wird, geht es weniger darum zwei Tracks angleichen zu können. Es geht vielmehr darum, deinen eigenen Stil und Leute die darauf abfahren zu finden. Die Top DJs haben immer ein gutes Gespühr und können gut beobachten.

Aber die wahrscheinlich wichtigste Fähigkeit, die JEDER DJ haben muss und ohne die es nicht geht ist – Leidenschaft für Musik und der ständige Wille etwas Neues zu lernen. Denn beim Auflegen geht es um weit mehr, als zwei Songs ineinander mixen zu können.

Martin Garrix empfiehlt neuen DJs „so viel Zeit wie möglich im Studio zu verbringen und zu versuchen den eigenen Sound zu finden und ständig zu verbessern.

Du solltest dich schon einmal darauf einstellen zu üben, zu üben und dann nochmal zu üben. Du musst dein Gehirn daran gewöhnen, Musik auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu hören und das geht nur durch Geduld und Training. Wenn Du das Gefühl hast, Du hast genug trainiert… dann mach ruhig noch ein bißchen weiter! Bei diesem Job musst Du zu 100% bereit sein, ständig zu lernen und zu üben. Ansonsten werden dich die ganzen anderen DJs ganz schnell überholen, die es einfach mehr wollen als Du.

Bevor Du aber überhaupt loslegst, würde ich mich erst einmal mit dem Equipment vertraut machen, das Du wahrscheinlich benutzen willst. Es gibt jede Menge Tests und Reviews online.Lies sie! Wenn Du Kollegen oder Freunde kennst, die DJs sind, dann löchere sie mit Fragen. Warum das Equipment, was ist gut, was ist schlecht, welches Setup, etc. Gute DJs geben dir normal immer gerne Tipps. Du musst nur fragen.

4. BASICS: DJ LERNEN

DJ Zu Werden Basics
Benutze einen DJ Controller: Vinyl benutzt heute keiner mehr. Klar kannst Du mit Timecode und DVS auflegen, aber wirklich alle Funktionen deiner DJ Software nutzt nur ein Controller. Außerdem kommst Du damit auch noch wesentlich günstiger weg.

Online Kontakte knüpfen: Benutze Facebook, poste Sachen auf SoundCloud und promote dich auf Instagram. Heute hast Du so viele Möglichkeiten dich als DJ bekannter zu machen und eine Fanbase aufzubauen. Nutze Sie!

Lerne wie man Remixe und Mash-Ups macht: Als DJ musst Du heute wesentlich mehr tun, als noch vor ein paar Jahren. Jeder DJ kann zur Main Time „Despacito“ reinhauen und die Menge jubelt. Aber währendessen LIVE einen Remix oder ein Mash-Up daraus zu bauen – das kann nicht jeder. An so etwas errinnern sich die Leute. Mit so etwas hebst Du dich von dem DJ der letzte Woche da war ab.

Check neues Equipment: Klar ist okay, sich mit dem eigenen Setup und Equipment wohl zu fühlen. Aber Du solltest dich trotzdem ständig informieren, was es Neues gibt und Sachen ausprobieren. Nur so kannst Du dich verbessern. Nur so kannst Du dich weiterentwickleln und bekommst neue Ideen. Und nur so bist Du den anderen DJs ständig einen Schritt voraus.

Spiel nicht nur Musik, Eskaliere dabei: Ein guter DJ spielt Musik. Ein Top DJ eskaliert. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Der Top DJ steht nicht einfach nur da und spielt die Musik ab. Er ist Teil der Musik. Besser kann ich es nicht erklären, aber jeder Fan wird das sofort erkennen.

In einem Artikel der Huffington Post gibt es einen guten Kommentar darüber wie DJing dabei das richtige Leben immitiert.

Such dir einen Mentor: Die schnellste und einfachste Art DJ zu werden ist, wenn Du einen erfahrenen DJ als Mentor findest. Es gibt auch coole DJ Schulen wie die von DJ Iron, die dir viel beibringen und dich auch mit zu Gigs nehmen. Die meisten DJs aber, haben sich alles selbst beigebracht und werden dir auch erzählen, dass das der einzige Weg ist.

Ich finde es ist nicht verkehrt für einige Kurse ein paar Euro auszugeben. Es ist alles eine Frage des Geldes und wie viel Du bereit bist dafür auszugeben. Denn Du brauchst ja auch noch Kohle für dein Equipment. Es gibt auch Online-Kurse, die sind etwas günstiger und Du kannst halt üben, wann Du Zeit und Bock hast.

Wenn Du dich dazu entschließt, dir auf eigene Faust alles beizubringen, bist Du heute auf jeden Fall besser dran, als DJs, die vor ein paar Jahren angefangen haben. Es gibt so viel Material und Tutorials online. Früher musstest Du alles selbst herausfinden und heute ziehst Du dir einfach ein YouTube Video rein.

5. WELCHES EQUIPMENT

DJ Zu Werden Equipment
Ohne vernünftiges Equipment, wirst Du auch nie ein richtiger DJ. Klingt einleuchtend oder? Aber Du glaubst nicht, wie viele DJs denken, sie kommen jetzt mit ihrem Winamp Player und schmeissen die Party. Und dann wundern sie sich auch noch, warum keiner sie buchen will. Leider ist gutes Equipment teuer. Du solltest dir also bei der Suche ein wenig Zeit nehmen und genau überlegen, mit was Du später mal auflegen willst.

Wenn Du dir noch nicht sicher bist, ist es auch völlig okay mit geliehenem Zeugs zu spielen oder zu Freunden gehen, wo Du ein Setup ausprobieren kannst. Ich bin früher einfach immer 2 bis 3 Stunden vor meinem Gig in den Club und hatte einfach deren Anlage zum Trainieren genutzt. Nutze einfach das, was Du hast.

So viele junge DJs gehen einfach raus, holen sich zwei Pioneer NXS II und ein DJM-900, nur um eine Woche später zu merken, dass DJing doch nix für sie ist. Und dann verkaufen sie das Zeug wieder für die Hälfte. Nochmal, informiere dich vorher gründlich, frag andere DJs um Rat und lies online Reviews und Testberichte von Geräten, die dir gefallen.

Das mindeste, was Du brauchst um loslegen zu können sind zwei Turntables oder CD-Player (oder Controller), ein Mixer und ein paar DJ Kopfhörer. Das muss nicht das Beste vom Besten sein. Denn teurer bedeutet nicht unbedingt auch besser. Viel wichtiger ist, dass Du alles rauskriegst, was Du über dein Equipment erfahren kannst. Alles was dir dabei hilft, zwei Tracks ineinander zu mixen.

Du kannst dir auch erstmal gebrauchtes Equipment holen und damit starten. Damit kannst Du eine Menge Kohle sparen. Es gibt genug Foren, wo DJs ihr altes Setup verkaufen oder von Leuten, die nicht mehr Auflegen und ihr altes Zeug loswerden wollen.

Es gibt sogar kostenlose DJ Software wie Virtual DJ, mit der Du erstmal zu Hause üben und alles ausprobieren kannst, bevor Du dich für ein Programm entscheidest.

CD Deck: Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn Du dir Decks anschaust, die auch MP3 abspielen können. So sparst Du dir es, ständig einen CD Koffer mit dir rumzuschleppen und kannst stattdessen einfach einen USB-Stick benutzen (wenn Du kein DVS nutzt). Aber Vorsicht – nicht vergessen, dann GEMA-Gebühren zu bezahlen.

DJ Mixer: Egal ob Du dich für einen kompakten 2-Kanal Mixer oder einen mit 4 Kanälen, digitalen Effekten und Matrix Input System entscheidest. Wichtig ist, Du kannst das Ding auch bedienen und das am besten im Schlaf und auch im Dunkeln.

DJ Kopfhörer: Egal was für ein DJ Du bist (Club, Mobile oder Privat), ein gescheites Paar DJ Kopfhörer brauchst Du auf jeden Fall. Nur so gelingt es dir saubere Übergänge hinzubekommen und keine Fehler bei der Lautstärke zu machen. Die Preise variieren hier von 50€ bis über 300€. Auch hier macht es Sinn, dass Du die Dinger vorher ausprobierst und sie auch mal längere trägst, um zu checken, ob Du damit zurecht kommst.

Anlage: Wenn Du als Mobile DJ unterwegs bist und immer mit deiner eigenen Anlage anreist, sollte die kompakt und leicht zu transportieren sein. Außerdem ist Lautsprecher nicht gleich Lautsprecher. Die Boxen in deinem Auto hören sich vielleicht super in einem geschlossenen Raum an, aber klingen im Freien einfach nur furchtbar. Deshalb ist es wichtig, dass Du dir vorher ein paar Gedanken machst, was für Gigs Du spielen willst. Wenn Du zum Beispiel meistens vor 70 bis max. 500 Leuten auflegst, genügt eine Anlage mit 12oo Watt. Im Zweifelsfall lieber ein wenig mehr investieren. Denn Du kannst noch so toll auflegen, aber wenn das, was aus deinem Soundsystem kommt sich scheiße anhört, wirst Du trotzdem nicht mehr gebucht werden.

6. WELCHES SETUP

DJ Zu Werden Setup
All in One DJ Controller: Wenn Du heute einen DJ Controller kaufst, hat der bereits alles drin, was Du zum Mixen brauchst. Sogar schon eine integrierte Soundkarte. Selbst mit einem Gerät der mittleren Preiskategorie, kannst Du heute professionell in großen Clubs auflegen. Das ist bei weitem die einfachste und günstigste Möglichkeit, mit dem DJing anzufangen. Erst recht, wenn Du bereits einen Laptop zu Hause besitzt.

CDJs ohne Laptop: Damit kannst Du sowohl von eigenen CDJs, als auch digital von einem USB-Stick Musik spielen. Es ist außerdem das Setup, das Du am häufigsten in Clubs finden vorfinden wirst. Und es ist kompatible mit den meisten DJ Programmen, die aktuell auf dem Markt sind.

CDJs mit Laptop: Mit dieser Kombination hast Du fast genauso viel Kontrolle über deine Tracks, wie mit deinem Controller. Trotzdem ist vielen DJs dieses Setup lieber, da es noch ein wenig an das ursprüngliche DJing erinnert und die meisten DJs so spielen. Leider musst Du dafür auch tief in die Tasche greifen, denn ein Pioneer CDJ 2000NXS-II kostet schon mal knapp 2.300€ pro Stück.

Turntable ohne Laptop: Die Urform des DJing. So fing alles an. Das Blöde ist nur, nicht nur  zwei Turntables sind teuer (für das Flaggschiff die Technics 1210MKII zahlt Du kann 700€ pro Stück) auch für Musik musst Du wesentlich mehr bezahlen. Eine Single auf Vinyl kostet mehr als 10€. Ein Abo bei einem der großen DJ Pools, kostet dich vielleicht 30€, aber dafür kannst DU jeden Monat so viele Tracks herunterladen wie Du willst. Außerdem musst Du zu jedem Gig immer deine Plattenkisten schleppen. Und glaub mir, die sind schwer.

Turntable mit Laptop: Das ist auch mein Setup. Du spielst immer noch mit Turntables und kannst wenn Du Bock hast auch mit Vinyl auflegen. Trotzdem kannst Du alle Vorteile von Digital DJing nutzen und sparst dir eine Menge Geld beim Musikkauf.

Gemischtes Setup: Viele DJs finden, das sei die beste Alternative, weil Du so die Vorteile von allen anderen kombinierst. Allerdings kann es ziemlich schwierig werden so ein Setup in einer kleinen DJ Kanzel unterzubringen, nur um einen Turntable in einen teuren DJ Controller zu verwandeln.

7. WAS FÜR DJs GIBT ES

DJ Zu Werden Type
Musikalisch hat mich mein Vater am meisten beeinflusst. Er war DJ, als er an der Uni war. Er hörte von Motown bis Bob Dylan, über Grateful Dead bis hin zu den Rolling Stones eigentlich alles. Aber hauptsächlich sammelte er Vinyl. -Talib Kweli

Wenn Du dir überlegst DJ zu werden, dann solltest Du dir vorher ein paar Gedanken machen, was für ein DJ Du werden willst. Es gibt verschiedene Arten und je nachdem was für ein Typ Du bist, passt die eine mal mehr und mal weniger.

Eines Eigenschaft brauchst Du aber immer. Du musst gut mit Leuten auskommen – jedenfalls mit den meisten. Jemand der am liebsten alleine zu Hause rumhockt, sollte eher kein DJ werden. Die meisten sind gern unter Leute und nehmen Dinge gern selbst in die Hand. Du musst dir selber Gigs verschaffen, selber organisieren, wie zu deinen Terminen hin- und wieder nach Hause kommst. Selber Rechnungen schreiben und legal ein DJ Business anmelden und und und…In den meisten Fällen wird dir dabei niemand helfen oder dir sagen, was Du zu tun hast.

Außerdem hilft es, wenn Du ein pünktlicher Mensch bist, auf den man sich verlassen kann, zeitlich flexibel und spontan bist und ein guten Sinn für Humor hast, wenn Du mal in eine peinliche Situation gerätst. Und davon gibt es viele als DJ 🙂

Resident DJ: Ein Resident DJ spielt regelmäßig in einem bestimmten Club oder einer Bar. Deine wichtigste Aufgabe ist es, die Leute so lange wie möglich auf der Tanzfläche zu halten. Das Publikum und die Musik ist in jedem Laden anders. Manchmal geht es darum lange saubere Blends  und manchmal darum harte schnelle Cuts zu machen. Wichtig ist, dass Du im richtigen Moment Gas gibst und damit dafür sorgst, dass die Gäste Umsatz machen.

Turntabelist DJ: Diese DJs sind berühmt für ihre Skills wie Scratchen, Beatjuggling oder Toneplay. Die Leute kommen extra zu Events wie dem RedBull Thr3Style, um zu sehen, was für neuen Tricks oder Routinen sich Leute wie Eskei83 oder FourColorZack haben einfallen lassen.

Hochzeit DJ: Die Jungs sind ein besonderer Schlag von DJs. Du musst bereit sein teils sehr weite Strecken zu den Locations zu fahren. Dafür sind dann aber auch die Gagen wesentlich höher als bei „normalen“ Resident DJs. Du solltest allerdings auch keine Probleme mit Musikwünschen haben, denn davon bekommst Du am Abend eine Menge. Gut ist auch, wenn Du dich am MIC wohlfühlst und auch mal moderieren kannst. Und deine Musiklibrary sollte so viele verschiedene Musikgenre abdecken wie möglich. Für deine Kunden ist das der wahrscheinlich wichtigste Tag in ihrem Leben und da solltest Du besser auf alles vorbereitet sein.

Radio DJ: Hier haben DJs eigentlich ihren Ursprung – im Radio. Damals mussten DJs auch noch das Wetter ansagen, wichtige Veranstaltungen oder Nachrichten melden und natürlich Musik spielen. Die durften sie damals aber noch komplett selbst auswählen. Heute musst Du als Radio DJ deine Playlist vorher mit einem Musikdirektor absprechen und kannst nicht mehr spielen, was DU willst sondern das, was gerade angesagt ist.

Ich denke als DJ musst Du immer Musik spielen, die Du selber liebst und alles was gerade ge-hyped wird ignorieren. Wahre Leidenschaft setzt sich immer gegen das durch, was einfach nur trendy ist. -Boy George

8. DEINEN ERSTEN DJ GIG BEKOMMEN

DJ Zu Werden 1. Gig
So, jetzt hast Du also das ganze Equipment gekauft, stundenlang zu Hause geübt und auch schon vor Freunden oder mal einer kleinen privaten Party aufgelegt. So weit, so gut!

Aber wie geht’s jetzt weiter? Wie bekommst Du eine Chance vor Publikum  aufzulegen und dafür auch bezahlt zu werden?

Der nächste Schritt ist also erst einmal, dich zu vermarkten und als DJ bekannter zu werden. Es gibt leider keinen anderen Weg, um neue Kontakte zu knüpfen, damit die Leute dich buchen. Die einfachste Methode dafür ist heute eine eigene Facebook Page. Dort kannst Du den Leuten zeigen, was Du drauf hast und dort verbringst Du heute als DJ mindestens genauso viel Zeit, wie mit dem Auflegen selbst. Viele DJs haben da keinen Bock drauf, aber so funktioniert das Business im Moment nun mal.

Du kannst heute der beste DJ der Welt sein, wenn dich keiner kennt, wird dich nie einer buchen! Genau deshalb ist es so schwierig, von Veranstaltern oder Clubbesitzern überhaupt einmal eine Antwort auf deine Anschreiben zu bekommen. Wenn Du Hilfe brauchst, wie Du am besten Leute anschreibst, einen Termin ausmachst und einen professionellen Eindruck hinterlässt, kannst Du dir hier ein paar Vorlagen und Templates von mir dazu herunterladen:

9. ALS DJ BEKANNTER WERDEN

DJ Zu Werden Fame
Du hast also deine Hausaufgaben gemacht und deine ersten Gigs gespielt. Du warst zwar nervös wie scheiße, aber hast den Abend dann doch gerockt und die Leute haben deine Musik gefeiert…jetzt kannst Du dich erst einmal zurücklehnen oder? Im Gegenteil. Der harte Teil kommt erst noch. Das Zauberwort jetzt heißt nämlich PPROMO, PROMO, PROMO.

Auf den Part haben viele DJs keinen Bock, aber es ist notwendig, um ständig neue Gigs zu bekommen. Du musst dich selber verkaufen können. Du weißt, dass Du ein guter DJ bist, aber die anderen wissen das noch nicht. Also musst Du ein wenig Promo für dich machen. Dabei ist jede Art von Aufmerksamkeit gut für dich. Alles was die Leute dazu bringt, deine Seite anzuschauen, dich zu kontaktieren oder dir gleich einen Bookingvertrag anzubieten.

Aus dem Grund laufen DJs immer mit einem Mix oder noch besser einem kompletten DJ Pressekit auf einem USB in der Tasche rum. Du weißt ja nie, wann dich mal jemand nach einem Demo fragt. Auch gut ist es, eigene kleine Partys zu veranstalten, um deine Fanbase ständig über Mund-zu-Mund Propaganda zu vergrößern.

Und wenn Du am Wochenende nicht selbst auflegst, dann geh raus und lerne andere DJs kennen. Die meisten Gigs bekommst Du über andere DJ Kollegen und die vergeben freie Termine an DJs, die sie kennen. Je mehr Kollegen Du also kennst, umso höher sind deine Chancen auf neue Gigs. Damit hast du wesentlich mehr Erfolg, als einfach ein Mixtape zu machen und überall zu verteilen oder per Email an Fremde zu versenden. Solche Teile landen meistens einfach direkt im Müll, weil dich niemand kennt.

10. FAZIT…

DJ zu werden ist ein echt harter Job. Keine Frage. Schon deswegen, weil ständig neue Software und Technik rauskommt und Du immer auf dem neuesten Stand sein muss. Dazu kommt der Druck immer aktuell zu sein, was deine Musik angeht. Und der Zwang dich ständig und überall noch selbst zu vermarkten und dafür sorgen, dass die Leute von dir und deinen Skills erfahren.

Wenn Du dich trotzdem dazu entschließt DJ zu werden, bereit bist VIEL zu üben und HART zu arbeiten und die richtige Einstellung hast (immer positiv denken, anstatt zu haten), dann ist DJing der geilste Job, der dein Leben für immer verändern wird!

Den Artikel im englischen Original gibt es bei Jen Reviews zu lesen.

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