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Mit Live Mash-Ups von anderen DJs abheben

Kommt es dir auch manchmal so vor, als würden alle DJs nur noch die Selben Tracks spielen?

Die Selben gleichen Hits, die Selben Old-School Songs, die Selben Klassiker?

Nur wenn jeder DJ eigentlich die gleichen Tracks spielt, wie sollst Du dich dann noch von den anderen unterscheiden? Wie sollst Du dich von den anderen DJs noch abheben?

Und wieso sollen Veranstalter oder Clubbesitzer gerade DICH buchen? Wieso sollte sich am nächsten Wochenende noch irgendjemand an dich erinnern, wenn Du genau das gleiche Set gespielt hast, wie der DJ in der Woche davor oder dem DJ davor?

Eine Möglichkeit ist es, dass Du Songs auflegst, die außer dir keiner spielt.

Aber nicht, weil sie so schlecht oder so underground sind, dass Du damit sofort jede Tanzfläche leerst! Sondern, weil Du deine eigene Versionen spielst, die man in keinem DJ Pool herunterladen kann.

Und genau dafür eignen sich Mash-Ups. Du gibst den Leuten zum einen etwas, das sie kennen und hören wollen, aber drückst dem Ganzen trotzdem deinen eigenen Style auf.

So werden die Leute weiter den Track feiern, den sie bereits kennen, aber sich trotzdem an dich erinnern, weil Du der einzige DJ warst, der diese Version gespielt hat.

Und dazu musst Du weder großartig zu Hause verschiedene Edits vorbereiten, noch irgendwelche krassen Skills haben um Live spontan Mash-Ups zu machen. Im Prinzip ist es so einfach, dass man es LIVE in zwei Minuten in einem Video vormachen kann.

Du kannst gleich zum Tutorial gehen oder dir zuerst kurz die einzelnen Schritte anschauen:

Was Sind Überhaupt Mash-Ups?

Mash-Ups bestehen im Prinzip aus zwei verschiedenen Songs:

  • einer Instrumental-Version
  • einer Acapella-Version
Für Mash-Ups brauchst Du eine Instrumental und eine Acapella Version

Für Mash-Ups brauchst Du eine Instrumental und eine Acapella Version

Diese beiden Versionen legst Du jetzt so übereinander, dass es sich anhört, als wäre der Track schon so aufgenommen worden.

A. Die Richtigen Tracks Finden

Damit das klappt, müssen die Songs zwei Dinge haben:

  • die richtige Geschwindigkeit
  • den richtigen Key

Das bedeutet, die Tracks brauchen ungefähr die selbe BPM, damit du sie manuell anpassen und Beatmatchen kannst und sie müssen harmonisch zueinander passen, damit sich das Mash-Up auch gut anhört.

B. Die Passende Stelle Finden

Nicht jede Stelle im Track eignet sich dazu, mit dem Acapella einzusteigen oder eine Transition zu machen. Was dir aber dabei unheimlich helfen kann, sind gut gesetzte Cue-Punkte.

So siehst Du gleich beim Laden des Tracks auf ein Deck, welche Stellen sich dafür eignen, in den Track rein- oder rauszugehen oder wo Du am besten den nächsten Übergang machst.

Cue-Punkte helfen dir Mash-Ups eine gute Stelle für Transitions zu finden

Cue-Punkte helfen dir Mash-Ups eine gute Stelle für Transitions zu finden

C. Den nächsten Song überlegen

Wenn Du aus einem Mash-Up in einen neuen Track gehen willst, musst Du dafür eines der Decks frei machen. Also entweder das Instrumental wegnehmen und das Acapella weiterlaufen lassen oder umgekehrt.

Damit jetzt also zum Beispiel nicht 30 Sekunden ein Acapella ohne Beat läuft, weil Du so lange nach einem passenden Track und einer passenden Stelle suchst, würde ich schon einmal einen Song in das Prepare-Tab laden.

Den kannst Du dann auf das freie Deck laden und sofort mit der Transition beginnen ohne lange nur ein Acapella (oder Instrumental) laufen zu lassen.

Mit dem Prepare-Tab kannst Du schon einmal den nächsten Track vorbereiten

Mit dem Prepare-Tab kannst Du schon einmal den nächsten Track vorbereiten

In dem Video-Tutorial zeig ich dir, was ich meine und einen kleinen Trick, um dabei noch schneller zu sein:

Google+ Tobias Laemmle

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{ 14 comments… add one }
  • Sascha Weidel 23. Oktober 2016, 20:22

    Interessant und einfach erklärt.
    Ich selber mache sowas eigentlich in meiner DAW. Allerdings ist Deine Methode auch effektiv

    LG
    Sascha

    Reply
  • Dimitry Ivanchin 12. August 2016, 21:15

    Der Tutorial ist schon nett, danke dafür, aber eine gleiche Key oder zumindest parallele Tonarten hätten schon schicker aussehen können.

    Reply
    • Tobias Laemmle 13. August 2016, 11:54

      Also eigentlich ist „Controlla“ in H-Moll und „Diamonds“ auch in H-Moll nur eine Tonart höher Dimitry. Sollte als passen oder was hast Du gemeint?

      Reply
  • Alessandro Napolitano 11. August 2016, 14:19

    Hallo Tobi,

    woher bekommst du die Acapella und Instrumental Songs her?

    Reply
    • Tobias Laemmle 12. August 2016, 06:00

      Hey Alessandro,

      hauptsächlich eigentlich von DJ Pools, bei denen ich angemeldet bin.

      Gruß,
      Tobi

      Reply
  • Stephen Nawlins 10. August 2016, 07:00

    Es ist wohl kaum die Frage ob es Sinn od. Unsinn macht, es ist eine Phylosophie wie so manches beim Dj-ing.
    Ich benutze jetzt keine Mashups, arbeite nur mit Originale od. Remixes. Wäre ich jetzt in der von dir geschilderten Situation, würde ich einen ähnlichen (od. wie ich es sonst nenne einen ergänzenden) Track reinmischen.
    Ich bin da vielleicht zu traditionell (Track A / Track B Mischen) und du bewegst dich schon in Richtung Live-Performance. Wie gesagt eine Frage der Phylosophie, wie Mp3 od. Cd od. Vinyl.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich bewerte nichts, für mich haben alle arten von Auflegen Ihren Platz und Ihr Publikum, ab dem Moment wo noch Handarbeit vorhanden ist (Fertigmixes einschieben und so tun als ob verurteile ich hingegen).
    Irgendwie macht diese Vielfalt von DJ-Phylosophien auch das Auflegen spannend und lebenswert od?

    Reply
    • Tobias Laemmle 10. August 2016, 10:10

      Ja, bin ich bei dir. Ich sehe Mash-Ups auch nur als ein weiteres „Tool“, das Du als DJ benutzen kannst, um den Abend in die Richtung zu lenken, in die Du willst.
      Und zusätzlich eine Möglichkeit, deinem Set, deinen eigenen „Stempel“ aufzudrücken.

      Wie immer Danke für dein Feedback!

      Reply
  • Stephen NAwlins 9. August 2016, 06:55

    Hi Tobi,
    Deine Erklärung ist Heute mit Digital-Mixing ja schon fast veraltet, denn du gehst von 2 Decks aus („Wenn Du aus einem Mash-Up in einen neuen Track gehen willst, musst Du dafür eines der Decks frei machen“) und, meines Wissens bieten mittlerweile alle Softwares mind. 4 Decks an od?
    Bevorzugst du wirklich Live-Mashups einem Edit? Du hast uns vor kurzem Audacity vorgestellt, da lässt sich ein Edit schon fast einfacher und schneller als ein Live-Mashup erstellen, davon abgesehen, was man mit der Software noch alles sonst herausfiltern od. amplifyen kann.

    Reply
    • Tobias Laemmle 10. August 2016, 06:38

      Hey Stephen, die Tutorials sollen wirklich nur die Grundlagen erklären. Nichts aufwendiges, kompliziertes oder ausgefallenes.

      Deshalb gehe ich auch von einem 2-Kanal Mixer aus und dementsprechend nur 2 Decks aus. Die meisten Programme bieten zwar 4 Decks an, aber dazu brauchst Du auch 4 Kanäle zum Mixen.

      Der Grund warum Ich Live Mash-Ups lieber mag ist nicht dass sie schneller oder einfacher sind, sondern weil Du flexibler auf das Publikum reagieren kannst:

      Angenommen Du merkst im Set, dass die Leute total eskalieren würden, wenn Du jetzt einen bestimmten Song jetzt spielen würdest. Dann kannst Du den als Acapella anspielen, dann aber ein anderes Instrumental darunter legen, um die Spannung noch zu steigern und erst anschließend das Original spielen.

      Das Mash-Up hört sich dann vielleicht nicht ganz so professionell an, wie wenn es zu Hause vorbereitet ist, aber es passt dann besser zu der jeweiligen Situation.

      Macht das irgendwie Sinn für dich?

      Reply

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